FLOW

Csikszentmihalyi (1992) hat den Begriff „Flow“ geprägt. Er bringt zum Ausdruck, dass es dabei um etwas Fließendes, Schwereloses geht, bei dem sich ganz absichtslos ein Gefühl von Wohlbefinden einstellt. Bei Flow geht es um Leidenschaft, um freudige Hingabe an eine Aufgabe und um etwas sehr Belebendes. Flow tritt dann ein, wenn alle Kräfte und Fähigkeiten aktiviert werden müssen, damit eine Aufgabe gut gelingt. Die Aufgabe darf nicht überfordern, oder Angst vor dem Versagen auslösen, sondern sie muss gerade noch zu bewältigen sein. Flow muss nicht mit Freude einhergehen, denn viele Flow-Aktivitäten sind äußerst anstrengend und können sogar schmerzhaft sein. Das lässt schon vermuten, dass Flow Disziplin und – je nach Tätigkeit – körperliche Anstrengungsbereitschaft voraussetzt. Immer aber vermittelt Flow den Eindruck, etwas zu vollbringen, das bereichernde, neue Erfahrungen beinhaltet. Dabei werden vielfach persönliche Grenzen überschritten. Nachhaltig wird dadurch der Selbstwert verstärkt. Wird solch eine herausfordernde Aufgabe dann mit Erfolg beendet, kommt es zu tiefer Zufriedenheit und großem Stolz. Dass man eine so große Herausforderung mit eigenen Kräften bewältigen konnte, lässt oft auch ein Gefühl von Dankbarkeit aufkommen. 

Lassen Sie sich mithilfe von Interventionen der Positiven Psychologie dazu anleiten, Flow zu erleben. Ziel, Anspruch, Regeln und Rückmeldung tragen dazu bei, dass Sie mit voller Aufmerksamkeit bei der Sache sind und sich der Herausforderung mit ganzem Wissen und Können stellen. Anfänglich ist viel Aktivierungsenergie aufzubringen, später vor allem Durchhaltevermögen nötig. Ohne die Entfaltung dieser Fähigkeiten ist das Flow-Erlebnis  nicht zu haben, das mit unterschiedlicher Intensität von Mikro-Flow bis tiefem Flow gehen kann